Willkommen zuhause

Zuhause – Was bedeutet das eigentlich? Ist es der Ort, an dem man wohnt. Beziehungsweise, an dem man meistens schläft? Oder ist es dort, wo die Familie ist. Wo der Partner ist. Wo man geboren ist? Ich habe in letzter Zeit immer mehr gemerkt, dass ich starke Probleme damit habe, ein “Zuhause” zu definieren. Und ehrlich gesagt glaube ich, dass mir das nicht unbedingt gut tut.

 

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Wo ist denn eigentlich mein zuhause?

Wie schwer es mir eigentlich fällt, mein zuhause zu definieren, habe ich lange nicht gemerkt. Doch wenn mich in letzter Zeit jemand darauf anspricht, wo ich wohne, herkomme, oder wo eben mein zuhause ist, dann habe ich keine richtige Antwort. Ich bin in Nürnberg geboren, ja okay. Dann habe ich in etwa 2 Jahre in Fürth gewohnt, habe daran aber keine Erinnerung. Aufgewachsen bin ich in Schwarzenbruck, in der Nähe von Nürnberg, bin aber bald in Neumarkt in die Schule gegangen, habe dann in Ansbach studiert und werde auch diese Stadt für mein Praktikumssemester verlassen. Irgendwie habe ich aber bei keinem dieser Orte ein Gefühl, als wäre er mein zukünftiges zuhause. Mehr so eine Zwischenstation.

 

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Was genau bedeutet eigentlich “zuhause”?

Wohnung, in der jemand zu Hause ist [und sich wohlfühlt]; Heim, Wohnung

So sagt es zumindest der Duden. Aha. Also meine Wohnung ist in Ansbach. Noch. Ich “lebe” in dieser Wohnung nun seit circa einem halben Jahr und habe wohl die meisten Nächte außerhalb verbracht. Ich fühle mich hier schon ganz wohl, aber ich bin zu selten da, um einen großartigen Bezug zu dieser Wohnung aufbauen zu können – zudem ist das in einem Studentenwohnheim vermutlich auch nur begrenzt möglich.

Nein, ich würde meine Wohnung nicht als mein zuhause bezeichnen. Denn in ein paar Monaten werde ich schon wieder die Umzugskartons packen und in ein neues Kapitel meines Lebens aufbrechen.

 

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Ich vermisse es, ein zuhause zu haben.

Dass ich nicht weiß, wo ich in einem Jahr sein werde, das beängstigt mich ein wenig, um ehrlich zu sein. Denn ich habe irgendwie kein wirkliches “zuhause”, in dem ich mich längerfristig sehe. Keine Stadt, in die ich unbedingt zurück kehren möchte. Wie ein ewiger Wanderer, immer nur auf der Durchreise. Neumarkt war für mich nur ein Abschnitt, Ansbach ebenfalls. Und ich habe ganz offen gesagt keine Ahnung, wohin mich der Weg verschlägt. Ich meine, so schön es auch ist, viel unterwegs zu sein, ich wünsche mir irgendwie trotzdem eine Wohnung, die ich komplett selbst einrichten kann, und in der ich eine feste Anzahl an Nächten in der Woche verbringen kann. Eine Wohnung, in der es sich so richtig wie ein nach hause kommen anfühlt.

 

Könnt ihr dieses Gefühl nachvollziehen? Oder habt ihr euer zuhause gefunden?